Worauf Ihr bei Textildruck-Aufträgen (Siebdruck) achten solltet

Ist die entsprechende Textildruckerei oder Dienstleister für Euren
Shirt-Auftrag gefunden, gilt es jetzt ein paar Dinge zu beachten bzw.
zu klären, dass der Auftrag nicht zum Alptraum wird.
Hier eine kurze Liste mit Tipps die Euch dabei helfen können,
Fehler bzw. Probleme schon im Vorfeld zu vermeiden:

1. Motivgrößen allgemein:

Legt Eure Daten immer in der originalen Druckgröße an.
So wie diese später auch auf das Shirt gedruckt werden sollen.
Viele Druckereien tendieren dazu, die Daten so zu drucken, wie sie angelegt sind.
Wenn Ihr das Motiv also 10×10 cm angelegt habt und Ihr wollt das Motiv aber so groß wie möglich gedruckt haben, dann klärt vorher mit der Druckerei die maximale Druckgröße, die auf das kleinste Shirt z.B. ein Girlie gedruckt werden kann und legt das Motiv dann entsprechend an.

Maximale Druckgrößen auf Girlies sind meistens 28 cm Breite x 38 cm in der Höhe und 36 cm
Breite x 45 cm Höhe bei Herrenshirts (Gildan / Fruit). Um sicher zu gehen, klärt dass wie schon erwähnt im Vorfeld mit Eurem entsprechenden Druckpartner. Die können Euch da sicher weiterhelfen.

2.Motivgrößen Girlies vs. Menshirts

Um Druckkosten zu sparen, ist es ratsam immer eine Motivgröße für alle Shirt Modelle zu nehmen. D.h. das Motiv ist z.B. auf einem XL Shirt genau so groß, wie auf dem kleinsten Girlieshirt. In der Regel, sieht dass bei 95% der Motive bei allen Shirt Größen und Shirt Modellen gut aus und spart einiges an Kosten, da nicht für die kleinere Motivgröße auch nochmals Siebe und Filme erstellt werden müssen.

3. Shirt Größen

Um die Shirt Größen festlegen zu können, ladet Euch z.B. unter www.Gildan.com oder www.fruitoftheloom.de die entsprechende T-Shirt-Größentabellen für das jeweilige Shirt Modell runter, oder lasst Euch von der Druckerei die entsprechenden Größentabellen mailen, damit Ihr die Shirt Größen abschätzen könnt.

4. Größenverteilung

In der Regel benötigt man am meisten M und L Shirts.
S und XL entsprechend weniger und am wenigsten XXL oder XXXL.
Bei der Auswahl des Mischverhältnisses, kommt es aber auch immer ein bisschen auf Eure Zielgruppe an 😉

5. Druckfarben Angaben

Wenn es möglich ist, gebt Eurer Druckerei bei 1-4 farbigen Drucken bzw. bei Strichzeichnungen (keine Fotomotive oder Motive mit Farbverläufen) eine Pantone Angabe für die jeweiligen Druckfarben mit. Am besten ist eine Farbangabe in Pantone C, damit kann jede Textildruckerei etwas anfangen. Entsprechende Pantonenummern könnt Ihr Euch hier raussuchen:

https://store.pantone.com/de/de/color-finder#/pick?pantoneBook=pantoneSolidCoated

Aber Achtung: Wenn Ihr die Pantonewerte über dieses Pantonetool raussucht, beachtet bitte das die Farben an jedem Bildschirm anders aussehn und nur als Richtwert gelten. Im Einzelfall ist es sicher besser in einen Richtigen gedruckten Pantone-Farbfächer bei Eurem Grafiker reinzuschaun.

Solltet Ihr ein fotoähnliches Motiv drucken lassen wollen, übernimmt die Druckerei in der Regel die Farbgebung und Farbseparation für Euch.

6. Silber und Gold als Druckfarbe

Kurzer Tip zu Silber und Gold als Druckfarbe:
Silber sieht im Siebdruck immer eher wie Grau und Gold immer eher wie Braun oder Gelb aus.
Nur im Transferdruck (Flexfolie etc.) ist ein richtiges Silber oder Gold, dass auch wie Silber und Gold schimmert möglich.

7. Korrekturabzug oder Voransicht

Lasst Euch von Eurem Druckpartner auf jeden Fall einen Korrekturabzug (Voransicht vor der Produktion per Mail senden, mit Motivgrößen, Farbangaben etc. , damit Ihr kontrollieren könnt, ob die Druckerei die entsprechenden Infos alle richtig verstanden hat bzw. richtig umsetzt.

8. Last but not least

Plant für die Produktion der Shirts in der Regel mind. 2-3 Wochen ab Druckfreigabe ein, denn vor allem in den Sommermonaten kommt es oft zu Lieferproblemen. Da von Juni- September Hauptsaison im Textildruck herrscht.

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